Gemalte Suppe
Herkunft: Internet
Zutaten: 6 Personen
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25 g Tongu-Pilze; getrocknete chinesische Champignons
1/8 l ;warmes Wasser
50 g Huehnerbrust; gegart
25 g Abalone; Seeohr, eine
- Tiefseemuschelart
1 l Huehnerbruehe
;Salz
;Pfeffer
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2 Eiweiss, evt. die
- Haelfte mehr
Diverse Gemuese
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Dreierlei-Streifen-Suppe: Die Pilze in warmem Wasser einweichen. Die Stiele entfernen. Die Huete in feine Streifen schneiden. Das Einweichwasser aufbewahren. Huehnerbrust und Abalone ebenfalls in feine Streifen teilen.
Pilze, Huehnerfleisch, Abalone, Bruehe und Einweichwasser in einem grossen Topf aufkochen. Salzen und pfeffern, nochmals aufwallen und 10 Sekunden ziehen lassen. Als gemalte Suppe servieren.
Gemalte Suppe: Diese Suppe ist gelegentlich bei groesseren Banketten und offiziellen Anlaessen auf der Tafel zu finden, vor allem dann, wenn der Kuechenchef ein Kuenstler ist und etwas Besonderes kreieren moechte. "Suppe malen", das bedeutet jedoch nicht, dass auf der *fluessigen* Oberflaeche gemalt wird. Man schafft zunaechst fuer das Bild, das entstehen soll, eine solide Grundlage aus Eiweiss. Dazu schlaegt man Eiweiss sehr steif und verteilt den Eisschnee auf der fertig in einer Terrine oder Suppenschuessel angerichteten Suppe. (Diese Schuessel sollte hoechstens zu 2 Drittel gefuellt sein) Das Eiweiss mit einem Spachtel gleichmaessig verstreichen.
Nun kann man alle moeglichen Ornamente und Garnituren darauf anbringen. Ein chinesischer Kochkuenstler wird laendliche Szenen abbilden, wobei die braeunlichen Lilienknospen Baumstaemme oder Aeste vorstellen, gruene Gemuese als Blaetter dienen und eine runde Moehrenscheibe, die rundum huebsch eingezackt wurde, als Sonne erstrahlt. Aus duenn abgeschaelter Tomatenhaut lassen sich Blueten formen. All diese Garnituren werden leicht in die Eiweissoberflaeche gedrueckt.
Ein engagierter Koch aber wird sich nicht mit laendlichen Szenen begnuegen, sondern auch Bilder von Menschen und Tieren darzustellen versuchen.
Normalerweise ist die Suppenbasis diese Dreierlei-Streifen-Suppe. Wenn die gemalte Suppe aufgetragen wird, nimmt der Gastgeber eine Kelle, durchstoesst damit vorsichtig die Bildflaeche und teilt jedem Gast ein moeglichst unversehrtes Bildstueck in seine Suppenschale aus.
Autor: Kit Ying Li-Kolb
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